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Marketing für nachhaltige Produkte – das ist anders.

Macht es einen Unterschied, ob man Marketing für ein herkömmliches Produkt oder für ein nachhaltiges Produkt macht? Ohja! Gehen Sie mit gewohnten Marketing-Methoden an die Vermarktung, wird es nicht so klappen, wie Sie sich das vorgestellt haben. Ein nachhaltiges Produkt oder eine nachhaltige Dienstleistung zu vermarkten, unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von der Vermarktung „normaler“ Produkte und Dienstleistungen.

Woran liegt das?

Nachhaltige Produkte müssen höheren Ansprüchen genügen, denn sie werden nach strengeren Kriterien beurteilt. Es geht dabei nicht nur darum, ob das Produkt gut ist, sprich das erfüllt, wofür es gedacht ist (Wäsche sauber waschen, Haut pflegen, schmeckenden Tee liefern, sicheren Geldtransfer garantieren etc.). Es wird auch danach beurteilt, wie es sich in Punkto Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung verhält.

Nachhaltige Produkte verlangen also eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Das beginnt bereits bei der Produktentwicklung, zieht sich durch den gesamten Produktlebenszyklus und endet erst mit dem Entsorgen / Recyclen des Produktes. Und darüberhinaus soll es natürlich auch die ökonomischen Erwartungen erfüllen.

Folgende Tipps helfen Ihnen beim Marketing für nachhaltige Produkte:

1. Ehrlichkeit währt am längsten.
Das gilt grundsätzlich, ist aber beim nachhaltigen Marketing absolut unumstößlich. Kommunizieren Sie offen. Immer. Wirklich immer. In der herkömmlichen Marketingkommunikation tut man dies nicht immer, daher ist Umdenken gefordert. Kunden fühlen sich nachhaltigen Unternehmen besonders verbunden. Das ist natürlich sehr schön (Stichwort loyale Fans), fordert aber eben auch ehrliche, transparente Kommunikation. Sonst verärgert man seine loyalen Fans, die diesem Ärger auf vielfältiger Weise Luft machen.

2. Entweder richtig oder gar nicht.
Ein bisschen nachhaltig geht nicht. Entweder Sie bemühen sich darum, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung von Grund auf nachhaltig zu gestalten oder Sie lassen es am besten ganz bleiben. Und wie schon oben beschrieben, Nachhaltigkeit umfasst den gesamten Produktlebenszyklus von der Entwicklung bis zur Entsorgung. Die Umsetzung mag eine Weile dauern und erfordert einiges an Knowhow und Umstellungen. Wenn Sie die ersten Schritte gegangen sind, können Sie auch darüber reden. Hierzu s. Punkt 1.

3. Ab ins Kerngeschäft.
Ein nachhaltiges Produkt in einem „unnachhaltigen“ Unternehmen? Geht nicht! Nachhaltigkeit oder auch CSR genannt gehört ins Kerngeschäft und muss in Ihre Geschäftsprozesse integriert sein. Wie wollen Sie denn glaubwürdig Ihr nachhaltiges Produkt verkaufen, wenn Sie Ihre Mitarbeiter nicht fair bezahlen oder bei all Ihren anderen Produkten nicht auf eine ethisch saubere Lieferkette achten? Auch hier gilt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und zaubern können Sie auch nicht. Aber Sie können Ihre ehrlichen Anstrengungen und Ihre ernstgemeinten Schritte Richtung nachhaltige Geschäftsprozesse transparent kommunizieren.

4. Preis erklären.
Oftmals kosten nachhaltige Produkte in der Herstellung mehr als herkömmliche. Das kann sich negativ auf den Absatz nachhaltiger Produkte auswirken. Auch wenn die größte Geiz-ist-geil-Welle vorüber ist, sind Kunden oft nicht bereit, mehr für nachhaltige Produkte zu bezahlen. Gehen Sie kreativ an dieses Problem heran oder versuchen Sie den Preisunterschied zu verringern.

5. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
Das bedeutet für Sie: Geduld. Kaufentscheidungen entspringen der Gewohnheit und die lässt sich bekanntlich nur schwer und langsam ändern. Verhaltensänderungen brauchen Zeit. Das wissen wir doch selbst alle aus eigener Erfahrung, oder?

Und vergessen Sie dabei natürlich nicht, dass Ihr Produkt auch ganz herkömmlich exzellent funktionieren sollte. Denn sonst kann Ihr Produkt so nachhaltig sein wie es will – gekauft wird es dafür alleine nicht.

(Bildquelle: Josch13 – pixabay.de)