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Was ist eigentlich Eco-Design oder Nachhaltiges Design?

Vor kurzem nahm ich an einer Workshop-Reihe der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hier in Hamburg teil. Thema: Integrierte Produktpolitik, kurz IPP. Das ist ein Konzept der europäischen Umweltpolitik, um Produkte von Anfang an möglichst umweltfreundlich zu gestalten. Unternehmen haben es schon bei der Produktentwicklung und -Gestaltung in der Hand, wie umweltfreundlich ein neues Produkt wird. Denn rund 4/5 der Umweltauswirkungen werden in dieser Phase festgelegt. Und dieses Potential wird leider noch viel zu wenig ausgeschöpft, finde ich. Ist ein Produkt nachhaltig, umweltfreundlich und sozial verträglich entworfen und hergestellt, tut sich dann auch die Kommunikation und Werbung damit viel leichter, weil die Fakten nachvollziehbar auf dem Tisch liegen.


Die wichtigsten Begriffe

Wie immer, wenn es um Nachhaltigkeit geht, schwirren viele Begriffe durch die Gegend. Ich finde besonders diese beiden zum Thema umweltfreundliches und nachhaltiges Produktdesign sehr wichtig:

Integrierte Produktpolitik (IPP): „Die Integrierte Produktpolitk (IPP) hat das Ziel, die Umweltauswirkungen eines Produktes in sämtlichen Lebensphasen des Produktes von der Entwicklung über die Gewinnung der Rohstoffe bis zur Entsorgung zu erfassen und zu minimieren. Damit soll verhindert werden, dass Umweltmaßnahmen an einer Stelle des Lebensweges eines Produktes nur zur Verlagerung negativer Umweltauswirkungen auf eine andere Phase führen.“ (zitiert aus Wikipedia)

Eco-Design: „Ecodesign (auch ökologisches Design oder Sustainable Design) orientiert sich an den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Ziel ist mit einem intelligenten Einsatz der verfügbaren Ressourcen einen möglichst großen Nutzen für alle beteiligten Akteure (entlang der Wertschöpfungskette) bei minimaler Umweltbelastung und unter sozial fairen Bedingungen zu erreichen.“ (zitiert aus Wikipedia)

IPP beschränkt sich also „nur“ auf die Umweltauswirkungen eines Produktes und lässt den Bereich Soziales außen vor.

Was macht ein Produkt nachhaltig?

Eine übersichtliche und klare Liste, was nachhaltiges Design ausmacht, findet sich bei Lilli Green:

  • Fair & Sozial

  • Recycling, Up-Cycling und Down-Cycling

  • Nachhaltige Rohstoffe und Materialien

  • Kompostierbarkeit

  • Energieeffizienz

 
Bei Lilli Green steht auch der schöne Satz: „Design übernimmt Verantwortung.“ Stimmt genau. Also: Ran an das Design und die Produktentwicklung. Und wenn Sie bis zum 25. Mai eine innovative Designidee entwickelt haben, können Sie diese beim Bundespreis Ecodesign 2012 einreichen.

Vertiefende Informationen

Ökodesign-Richtlinie der EU: In dem Wikipedia-Artikel finden Sie auch den Link zum Original-Text der Richtlinie.

Weitere Informationen zu Ökodesign-Richtlinie

The Designers Accord: Internationale Vereinigung von Gestaltern/-innen, Unternehmen und Institutionen, die sich dem Sustainable Design verpflichtet fühlen.

Sustainable Design Center e.V.: Unabhängiges Kompetenzzentrum für alle Belange nachhaltiger und ökointelligenter Gestaltung.