≡ Menu

Nachhaltiges Marketing soll Kunden helfen nachhaltig zu leben

Viele Studien belegen immer wieder, dass Verbraucher sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Handeln von Unternehmen legen und dies auch bei Ihren Kaufentscheidungen berücksichtigen – angeblich würden, muss ich hinzufügen. Denn, würden die Zahlen stimmen, könnten sich Unternehmen mit nachhaltigen Produkten und Leistungen im Angebot wirklich freuen. Tatsächlich gibt es eine gewaltige Lücke zwischen gewünschtem und tatsächlichem Konsumverhalten.

Wie sollten grüne Produkte verkauft werden?

Wie können also Sie als Unternehmen mehr Kunden von grüneren, nachhaltigeren Produkten überzeugen, damit Ihre Kunden diese auch tatsächlich kaufen und am Supermarktregal dann nicht doch die Gewohnheit oder der Geiz siegt? Appelle ans Gewissen und schöne grüne Romantik funktionieren da offensichtlich wenig.

Nehmen wir also mal an, über dreiviertel der Verbraucher wollen gerne – wie in Umfragen beteuert – nachhaltiger leben und auch einkaufen. Und nehmen wir weiter an, die Menschen wissen einfach nicht, wie sie es umsetzen sollen. Hier können Unternehmen können durch ihre Marketingkommunikation den Verbrauchern helfen, ihre Produkte möglichst umweltfreundlich zu verwenden.

Beispiele für nachhaltiges Marketing

  • Entsorgungshinweise für Energiesparlampen auf der Verpackung oder besser noch auf dem Leuchtkörper selbst aufdrucken. Z.B. die Webadresse, wo die nächste Entsorgungsstelle nachgeschaut werden kann.
  • Der amerikanische Textilproduzent Levi's näht in jedem Kleidungsstück ein „Care Tag for Our Planet“ ein, auf dem u.a. zu lesen ist: 1. Wash in cold water. 2. Wash less. 3. Line dry. 4. Donate to Goodwill when no longer needed.
  • Tonerhersteller könnten eine kleine Broschüre herausgeben oder eine Webseite einrichten, die ihren Kunden nachhaltigen Mehrwertnutzen rund ums Drucken bietet: Info zu tonersparendem Drucken, zu papiersparendem Drucken oder zu Papierrecycling. Das würde vom Verbraucher (egal ob Endverbraucher oder Unternehmen) als glaubwürdig und hilfreich wahrgenommen werden.

Nachhaltige Produkte müssen auch verkauft werden

Auch in diesem Kontext sollten Sie nicht vergessen, wie traditionelles Marketing funktioniert. Es geht darum, dem Kunden ein gewünschtes Verhalten zu „verkaufen“, gegen das er seine bisherigen Gewohnheiten eintauscht. Und wie schwer es ist, seine Gewohnheiten zu ändern, auch wenn wir wissen, wie schlecht sie sind, wissen wir alle. Hier helfen also durchaus Incentivierung: Machen Sie das gewünschte Verhalten schmackhaft und belohnen Sie es. Erzählen Sie Ihren Kunden, was sie konkret davon haben, dies oder jenes zu tun (Geld sparen, mehr Bequemlichkeit). Dabei müssen Sie natürlich darauf achten, dass Sie Ihre Kunden genau an der richtigen Stelle packen. Für Kunden, die mit Umweltschutz wenig am Hut haben, zieht das Geld-sparen-Argument besser als das Wasser-sparen-Argument.