≡ Menu

Nachhaltiger Konsum: Welche Rolle spielen Marken dabei und wie können Marken zu Nachhaltigkeit beitragen?

Nachhaltigkeit ist ein sehr komplexes Thema. So komplex, dass viele Verbraucher nicht wissen, was sich hinter dem Begriff verbirgt und wie sie ihr Leben nachhaltiger gestalten können. Was können Unternehmen tun, um Nachhaltigkeit verständlicher zu machen? Welche Rolle spielen dabei Marken? Wie können Unternehmen Nachhaltigkeit umsetzen?

Jez Frampton, CEO von Interbrand, gibt aus seiner Sicht als Markenexperte in seinem Vortrag „Brands in a New Age of Responsibility“ Antwort auf diese Fragen.

Er sieht Nachhaltigkeit als „must-have“ für Unternehmen, denn nur nachhaltige Unternehmen werden Bestand haben. Das Problem ist allerdings, dass Kunden das Konzept der Nachhaltigkeit aufgrund der Nachhaltigkeit meist nicht verstehen und verunsichert sind. Da sieht Frampton die Unternehmen in der Pflicht. Sie sollen, v.a. durch ihre Marken, Nachhaltigkeit für Verbraucher verständlich machen. Marken können Orientierung geben. Dabei geht es um das Vermitteln von Wissen und Informationen, auf deren Basis Konsumenten die richtige – nachhaltige – Entscheidung treffen können.

Zum Schluß seines Vortrags zeigt Jez Frampton drei Schritte auf, wie Marken nachhaltiger werden können:
1. Vorreiterrolle für die eigene Branche einnehmen und den Standard setzen (“Set the standard for your industry“)
2. Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen überprüfen (“Measure the impact of your actions“)
3. Kommunizieren und in Dialog treten (“Communicate appropriately”)

Die Ausführungen sind für “klassische” Markenunternehmen bestimmt wichtig und richtig. Ich stelle mir allerdings die Frage, ob Marken, so wie wir sie bis dato kennen, in Zukunft so Bestand haben werden? Funktionieren (nachhaltige) Marken genauso wie "klassische" Marken? Wenn ein Konsument Fairtrade-Produkte kaufen möchte, wird er in erster Linie auf das Fairtrade-Zeichen schauen. Dies würde ganz klar die Marke ersetzen. Wie sehen Sie das?