≡ Menu

In 5 Schritten zur SWOT-Analyse: Warum dieses einfache Werkzeug so gut ist

Wann haben Sie für Ihr Unternehmen zuletzt „geSWOTet“? Hinter den vier Buchstaben SWOT verbirgt sich ein simples und sehr effektives Werkzeug. Einige kennen es vielleicht auch noch aus Studienzeiten. Im Unternehmensalltag von kleineren Unternehmen findet es meiner Beobachtung nach sehr selten bis gar keine Anwendung. Schade. Denn ich finde das Werkzeug SWOT-Analyse toll. Auch gerade unter dem Aspekt "Nachhaltigkeit".

Was ist eine SWOT-Analyse?
SWOT steht für Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats. Es geht also um die Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens (interne Faktoren) und die Chancen und Risiken, die Ihr Unternehmen hat (externe Faktoren). Kennen Sie diese, wissen Sie, wie und wo Ihr Unternehmen steht und wo die Unternehmensentwicklung hingehen sollte. Für den langfristigen Unternehmenserfolg sind das sehr wichtige Faktoren.

SWOT-Analyse für kleine Unternehmen
Um eine SWOT-Analyse durchzuführen müssen Sie sich keine große Unternehmensberatung ins Haus holen. Oft lässt sie sich – ggf. mit punktueller professioneller Unterstützung – mit Bordmitteln selbst machen. Und gerade weil das Werkzeug SWOT so leicht umzusetzen ist und eine so große Wirkung hat, bietet es sich auch für Kleinst-Unternehmen und Selbständige an. Sie können sich schnell den Überblick verschaffen, wenn Sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen (und das kommt in den besten Unternehmen vor).

SWOT-Analyse für Nachhaltigkeit und CSR
Eine SWOT-Analyse ist auch ein sehr gutes Instrument, um Ihr Unternehmen unter dem Gesichtspunkt Nachhaltigkeit zu betrachten. Sie können Ihre spezifischen Handlungsfelder identifizieren und erkennen, wo ein CSR-Engagement für Ihr Unternehmen Sinn macht und wie Sie Nachhaltigkeit in Ihre Prozesse integrieren können. Wenn Sie sich mit den externen Faktoren „Chancen“ und „Risiken“ beschäftigen, sehen Sie, wie Sie von Nachhaltigkeit profitieren können und finden evtl. neue Märkte und Kundengruppen. Sie erkennen auch Gefahren, die Ihrem Unternehmen drohen können, sei es durch gesetzliche Auflagen oder eben durch ein zu spätes Reagieren auf Marktbedürfnisse in punkto Nachhaltigkeit, Transparenz und Kommunikation beispielsweise.

Was eine SWOT-Analyse bringt
Ihre Stärken verstehen
Das ist die Basis für Ihr Alleinstellungsmerkmal: Warum sollte jemand Ihr Kunde werden? Finden Sie heraus, was Sie besonders gut können, was Sie besser als andere Unternehmen können. Setzen Sie konsequent auf Ihre Stärken. Denken Sie auch daran, alle Welt über Ihre Stärken zu informieren: Ihre Mitarbeiter, Ihre Lieferanten und Kunden, Netzwerkpartner. Auch Ihre Werbeunterlagen (Webseite, Flyer, Pressemitteilungen etc.) müssen Ihre Stärken kommunizieren.

Ihre Schwächen kennen
Eine ehrliche Analyse Ihrer schwachen Punkte macht Ihr Unternehmen stärker. Haben Sie Ihre Schwächen benannt, heißt das nicht zwangsläufig, das Sie sie alle sofort beheben müssen. Jeder Mensch und jedes Unternehmen hat Schwächen. Niemand muss alles können, das ist klar. Betrachten Sie Ihr Unternehmen von allen Seiten und beschäftigen Sie sich mit den Schwachstellen Ihres Unternehmens. So finden Sie die Punkte, die Sie verbessern sollten.

Chancen erkennen
Im Tagesgeschäft verliert man manchmal den Blick aufs große Ganze. Das Geschäft läuft ja schließlich. So können Ihnen künftige Chancen, die sich durch leise Entwicklungen abzeichnen, entgehen. Doch es lohnt sich, schneller als die Konkurrenz auf Marktentwicklungen zu reagieren.

Risiken abschätzen
Mögliche Risiken zu kennen und in Ruhe zu überlegen, wie man als Unternehmen damit umgehen möchte, gehört für verantwortungsbewusste Unternehmen dazu. „Überrascht werden“ und „ohne Plan sein“ ist keine gute Kombination. Unter „Risiken“ fallen auch Umweltbestimmungen oder gesetzliche Regelungen, die Ihr Unternehmen betreffen können.

In 5 Schritten zur SWOT-Analyse
1. Schritt: Team zusammenstellen
Eine SWOT-Analyse bringt am meisten, wenn unterschiedliche Perspektiven aus dem Unternehmen zusammenkommen. Also beispielsweise: Inhaber/in, Vertriebsverantwortliche, Sachbearbeiter. Wenn Sie Einzelunternehmer/in sind, dann empfehle ich Ihnen unbedingt, einen Sparringspartner dazuzuholen. Sonst schmoren Sie im eigenen Saft. Eine Außenperspektive bringt neue Sichtweisen.

2. Schritt: Termin und Ort festlegen
Ruhe und ein neutraler Ort sind gut. Nicht unbedingt das Chefbüro mit klingelndem Telefon.

3. Schritt: Regeln festlegen
Bei einer SWOT-Analyse kann es durchaus ans Eingemachte gehen (denken Sie nur an den Part Schwächen!). Doch Unehrlichkeit und falsch verstandene Höflichkeit bringen Sie nicht weiter. Daher sollte zu Beginn klar sein, dass offene Worte und gegenseitiger Respekt gewünscht sind. „Falsche“ Antworten gibt es nicht. Es geht um subjektive Einschätzungen und Meinungen, über die gerne diskutiert werden darf.

4. Schritt: SWOT-Inhalte sammeln
Nun geht’s los. Halten Sie die einzelnen Inhalte zu jedem der vier Punkte schriftlich fest. Das geht z.B. mit Flipchart oder White Board. Entweder schreiben alle Teilnehmenden ihre Ideen selbst auf Karten, die dann angepinnt werden. Oder es gibt einen Schriftführer. Bei den Stärken und Schwächen geht es um interne Faktoren, also die Innensicht. Bei den Chancen und Risiken geht es um externe Faktoren, die Sie nicht beeinflussen können. Die Devise lautet: Alles sammeln, aussortiert und bewertet wird später.

5. Schritt: Analyse durchführen
Nun haben Sie eine Menge Informationen gesammelt – und was machen Sie damit? Nun können Sie diskutieren, aussortieren und bewerten. Dann „basteln“ Sie aus den Informationshäppchen Unternehmensstrategien, die Ihr Geschäft nach vorne bringen. Kombinieren Sie dazu die vier Felder.
S-O-Strategie
Mit vorhandenen Stärken Chancen nutzen
W-O-Strategie
Schwächen abbauen, um Chancen zu nutzen
S-T-Strategie
Stärken anwenden, um Risiken abzuwenden
W-T-Strategie
Schwächen abbauen, um Risiken zu vermeiden

Und, wann SWOTen Sie?
 
Wenn Sie Unterstützung bei einer SWOT-Analyse brauchen – sei es beim Workshop oder bei der Interpretation der Ergebnisse und dem Ableiten von Strategien – unterstütze ich Sie gern. Melden Sie sich!

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann abonnieren Sie meinen kostenlosen Newsletter und die Infos kommen künftig regelmäßig direkt in Ihr Postfach.