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Vom Nutzen des Images für den nachhaltigen Erfolg

Warum glauben wir, dass der Hipp-Babybrei tatsächich bio und damit „gut“ ist? Ich behaupte, dass hauptsächlich die Kommunikation dafür verantwortlich ist, ob wir ein Unternehmen als nachhaltig einstufen oder nicht. Und zwar die Kommunikation, die bei mir ohne meine explizite Nachfrage ankommt. Denn, mal ehrlich, wer liest denn einen Nachhaltigkeitsbericht von der ersten bis zur letzten Seite wirklich durch, um sich dann ein Bild zu machen, ob diese Firma nun wirklich nachhaltig ist oder nicht?

Nein, das tun wohl wenigsten. Und so hängt das Bild, das ich mir als Erna-Normalverbraucherin mache, meist auch nicht von nachprüfbaren harten Fakten ab, sondern von mehr oder wenig gut gemachter Werbung, vom Verpackungsdesign und von der Pressearbeit, die das Unternehmen betreibt.

Das zeigt – wieder mal – die Macht der Werbung. Einer Macht, der sich auch aufgeklärte, kritische Einkäufer nicht gänzlich entziehen können. Denn gute Werbung zeichnet sich ja (perfiderweise, mögen manche sagen) dadurch aus, dass sie zum Großteil unbewusst wahrgenommen wird und auch wirkt.
Wollen wir also was in Sachen Nachhaltigkeit bewegen und mehr Menschen dazu bewegen, beim Einkauf darauf zu achten, von welchem Unternehmen sie gerade kaufen und das mit Ihrem Gewissen zu vereinbaren, muss Werbung von diesen Unternehmen auch entsprechend wirken.

Fazit: Imagepflege ist nichts Verpöntes. Wenn Sie als Unternehmen, egal welcher Größe, mit Ihrer Nachhaltigkeit punkten wollen, müssen Sie sie
1. kommunizieren
2. verständlich machen
3. fühlbar machen.

Das bringt dann das richtige Image. Nicht sofort, aber bald.