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6 Tipps für mehr Vertrauen in der Kommunikation

Die klassischen Werbeansätze funktionieren in der heutigen vernetzten Welt immer weniger. Es ist nicht mehr so, dass ein Unternehmen mittels Anzeigen, Postwurfsendungen, TV-Spots oder klassischer PR die Menschen „da draußen“, sprich uns, zum Kauf eines Produktes bewegen kann. Warum nicht?
Die meisten Menschen (sowohl Endkunden als auch B2B-Kunden) suchen im Internet nach Informationen oder hören sich im Bekanntenkreis um, bevor sie etwas kaufen. Urteilen und Meinungen von anderen Kunden werden wesentlich mehr Glauben geschenkt als den Botschaften des Unternehmens. Im Internet können sich Unternehmen egal welcher Größe nicht verstecken.

Nette Imagefilmchen, Hochglanzbroschüren und vollmundige Werbeversprechen erzielen nicht mehr die erwünschte Wirkung, da die tatsächlichen und beschriebenen Erfahrungen vieler Menschen mit Unternehmen X, Produkt Y oder Dienstleistung Z dagegenstehen. So wird den Werbebemühungen von Unternehmen einfach kein Vertrauen mehr geschenkt.

Was können Unternehmen machen?

Unternehmen müssen als glaubwürdige Kommunikationspartner wahrgenommen werden. Eine auf Vertrauen aufgebaute Kommunikation ist der erste Schritt. Das hat etwas mit Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz zu tun. Die Menschen möchten wissen, bei wem sie kaufen. Sie möchten auf Augenhöhe kommunizieren. Und sie suchen nach Inhalt und möchten keine platten Werbeaussagen.

Ich habe die aus meiner Sicht wichtigsten Elemente einer Kommunikation, die auf Vertrauen fußt, in sechs Punkten zusammengefasst. Besonders für Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit Wert legen, ist die richtige Kommunikation essentiell.

1. Vertrauen geben

Wenn Sie Vertrauen erwarten, müssen Sie zuerst Vertrauen geben. Hört sich einfach an. Aber gerade dies ist oft der schwierigste Punkt. Sie müssen etwas von sich preisgeben, ehrlich sein und darauf vertrauen, dass dies nicht missbraucht wird.

2. Transparenz leben

Ein großes Wort, das sich viele gern auf die Fahne schreiben. Doch wirkliche Transparenz hört nicht mit Pressemitteilungen zu Neuentwicklungen auf. Transparent sein bedeutet offen sein. Es heißt nicht, dass Sie als erstes all Ihre Schwächen und Fehler offenlegen. Es heißt natürlich auch nicht, vertrauliche Informationen preiszugeben. Es heißt aber Fehlentscheidungen zeitnah zuzugeben und nicht zu vertuschen. Es heißt auch, dass es für alle Mitarbeiter einsichtig ist, wie im Unternehmen Entscheidungen getroffen werden. Oder dass Anfragen von Kunden möglichst ehrlich beantwortet werden.

3. Authentisch sein
Authentizität ist ein weiterer sehr wichtiger Baustein von Vertrauen. Wenn Ihr Unternehmen authentisch ist, sind Kunden viel schneller bereit Ihnen zu vertrauen. Aufgesetztes und falsches Gehabe riechen Kunden meilenweit gegen den Wind. Authentisch sein setzt natürlich voraus, dass Sie als Unternehmen wissen, „wer Sie sind“.

4. Versprechen einhalten
Versprechen müssen eingehalten werden. Das haben wir schon als Kind gelernt und bringen es auch unseren Kindern bei. Es sollte also eigentlich auch in der unternehmerischen Kommunikation selbstverständlich sein. Wenn Sie ein Versprechen nicht einhalten, verlieren Sie an Glaubwürdigkeit. Es wird Ihnen nicht mehr das Vertrauen entgegengebracht, dass man sich auf Ihre Aussagen verlassen kann.

5. Ehrlich sein
Kommunikation, die Vertrauen schafft, ist auf offenen Austausch ausgerichtet. Das A und O einer vertrauensvollen Kommunikation ist Ehrlichkeit. Geben – und erwarten – Sie ehrliche Antworten. Es schafft mehr Vertrauen, wenn Sie sagen, dass Sie eine Information zu diesem Zeitpunkt nicht weitergeben können, als wenn Sie mit Ausreden und Halbwahrheiten reagieren.

6. Persönlich sein
Kennen Sie diese aus Textbausteinen zusammengesetzten Antwortschreiben von einigen Großkonzernen, die alles Mögliche beantworten nur nicht Ihre Anfrage? Ich jedenfalls fühle mich als Kundin mit meinem Anliegen nicht ernst genommen, von Vertrauen in das Unternehmen ganz zu schweigen. Denken Sie bei aller Standardisierung von Prozessen immer daran, dass Sie es mit Menschen zu tun haben. Und Menschen freuen sich, wenn sie als solche, sprich möglichst individuell, behandelt werden.

Diese Checkliste finden Sie als PDF zum Download hier.