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Was ist Nachhaltigkeits-Marketing?

Die Gesamterfolgsbilanz zählt:
Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet, dass für den Gesamterfolg eines Unternehmens ökonomische, ökologische und soziale Faktoren in gleicher Weise zählen. Marketing wird oft fälschlicherweise auf Werbung reduziert. Werbung gehört dazu, kommt aber nach einer Menge Denkarbeit erst am Schluss.

Die vier Marketing-Ps

Zunächst geht es erst darum, die gesamte Marktausrichtung des Unternehmens festzulegen (die berühmten vier Ps): welche Produkte biete ich zu welchem Preis an, wie platziere ich diese und wie kann ich sie bewerben (Produkt, Preis, Platzierung, Promotion).
Nachhaltigkeits-Marketing bezieht auf jeder Stufe nun auch die Dimension Soziales und Umwelt ein. Das funktioniert am besten mit einem ganzheitlichen Handlungsplan, in dem Strategien und Maßnahmen festgelegt sind. Nachhaltiges Marketing-Management strebt danach, wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischem und sozialem Mehrwert zu verbinden.

Weg vom klassischen Einbahnstraßen-Marketing?

Kunden fordern Transparenz. Ein Großteil der heutigen Konsumenten möchte wissen, wo das Produkt herkommt, wie es produziert wurde, aus welchen Materialien es hergestellt ist, ob das Herstellerunternehmen seine gesellschaftliche Verantwortung wahr nimmt, was der Hersteller für die Umwelt tut. Und dies müssen Unternehmen belegen und glaubwürdig kommunizieren. Die Einbahnstraßen-Kommunikation des klassischen Marketings funktioniert nicht mehr. Es genügt nicht mehr, eine Marke mit den gewünschten Inhalten aufzuladen und in den Markt zu „pushen“. Viele Kunden wollen auf Augenhöhe kommunizieren und ernst genommen werden. Sie fordern einen ehrlichen, authentischen Dialog mit Unternehmen. Und – sie nutzen ihre Kaufkraft, um nachhaltige Unternehmen zu fördern oder nicht-nachhaltige zu boykottieren.

Strategische Nachhaltigkeit ist viel mehr als "bio" oder "öko"

Sie können Ihr Marketing nachhaltig ausrichten. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Was zählt, ist die langfristige Strategie und der Wille, diese umzusetzen. Nachhaltigkeits-Marketing ist nicht nur was für Fair-Trade-Produkte oder Bio-Produkte. Es geht auch nicht nur um Endverbraucher-Produkte. Nachhaltigkeit kann von jedem Unternehmen gelebt werden, auch im B2B-Bereich.

Anwendungsbeispiele für Nachhaltigkeits-Marketing

Produkt:

  • Das Produkt mit möglichst wenig Material und Energie herstellen.

  • Unbedenkliche und umweltfreundliche Materialien verwenden.

  • Auf Recyclingfähigkeit achten.

  • Unabhängiges Öko-Label verwenden (erhöht die Glaubwürdigkeit).

  • Verpackung: so wenig wie möglich, umweltfreundliche Materialien, Wiederverwendbarkeit anstreben.

  • Auf ethisch korrekte Produktionsbedingungen v. a. bei Zulieferern achten.

Preis:

  • Preislichen Anreiz schaffen, Altprodukte zurückzugeben.

  • Mischkalkulation zugunsten nachhaltiger Produkte.

Platzierung:

  • Umweltfreundliche Transportmittel.

  • Transportmittel optimal ausnutzen z. B. durch effektive Verpackungen.

  • Nur so viele Wege wie unbedingt nötig, d.h. Waren nicht unnötig durch die Gegend fahren.

Werbung / Kommunikation: